Raphi Kalberer mit der FC Zytig-Redaktion
Raphi Kalberer mit der FC Zytig-Redaktion

Das grosse Abschlussinterview mit Raphi Kalberer

FC Zytig: Raphi, du blickst auf eine lange FCS Karriere zurück und ehrst die FC Zytig mit einem Abschlussinterview. Hast du in deiner Karriere schon oft Interviews an Fans und Lokalmedien gegeben?
Raphi: Zuerst einmal Vielen Dank, für mich ist es eine Ehre, dass ich es mit einem Interview in die FC Zytig schaffe. Ein Interview wie dieses hatte ich bisher nie, bei den Spielberichten des Sarganserländers habe ich jedoch manchmal meine Stimme abgegeben.

Du warst sehr viele Jahre für den FC Sargans im Einsatz, gibt es da so etwas wie „den schönsten Moment“ in deiner Karriere?
Einen schönsten Moment rauszupicken ist schwierig bis fast unmöglich. Einer von den schönsten Momenten war sicher das letzte Spiel der Saison 2012, als wir auswärts in Gams den Klassenerhalt sichern konnten. Das war ein super Moment. Aber auch mein Abschlussspiel und die Derbysiege, es gäbe noch tausende schöne Momente, die ich hier aufzählen könnte.

Hand aufs Herz - hast du je über einen Wechsel nachgedacht?
Ja, aber nur in jungen Jahren. Ich war einmal mit circa 18 Jahren in Chur in einem Probetraining. Ich war jedoch mega nervös und habe miserabel trainiert. Bis heute habe ich vom Trainer nie mehr etwas gehört. Ein Jahr später hatte ich einen kurzen Flirt mit Mels, es wurde jedoch nie richtig konkret. Heute bin ich sehr froh darüber, dem FC Sargans treu geblieben zu sein.

Hast du ein fussballerisches Idol?
Mein Idol war immer Steven Gerrard, mit seinen Leader Qualitäten, seinem fussballerischen können. Virgil Van Dijk ist sicher auch einer von meinem Favoriten. Diese 2 sind meine Idole.

Wenn du nicht Fussballer geworden wärst, bei welchem Verein würden wir dich heute antreffen?
Als ich ein Kind habe ich auch einmal Leichtathletik und Judo ausprobiert. Fussball war jedoch immer mein absoluter Lieblingssport.

Wie geht es jetzt mit deiner fussballerischen Karriere weiter?
Im Moment geniesse ich die freien Wochenenden, lasse aber die Türe zu den Senioren offen. Wenn René das liest, soll er mich doch einmal anrufen.

Von 1-10, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir dich künftig als Clubhauswirt antreffen?
Etwa eine 5. Ich bin mir bewusst, dass ich die letzten 16 Jahren extrem vom FC Sargans profitiert habe. Jetzt kommt sicher die Phase, dem Verein auch etwas zurück zu geben. Ich könnte mir gut vorstellen, in Zukunft etwas für den Verein zu leisten.

Bleiben wir noch kurz beim Clubhaus. Wenn du entscheiden könntest, welches Bier würde es im Clubsi geben?
Ganz klar Guinness. Und als Lager Bier würde ich auch ein Quöllfrisch akzeptieren.

Du hältst, den Vereinsinternen Kartenrekord. 70 Karten hast du gesammelt, wofür hast du die meisten bekommen?
Zunächst möchte ich anmerken, dass ich keine einzige Karte fürs Reklamieren bekommen habe. Vielleicht war das auch ein bisschen der Captain-Bonus. Ich denke die meisten waren wohl taktische Fouls.

In all deinen Jahren als Fussballer hast du viele Trikots miterlebt. Welches war dein Lieblingsdress?
Gute Frage. Alle die rot-schwarz gestreift waren, so wie auch das aktuelle Dress, fand ich immer sehr schön. 

Apropos Dress, gibt es eine Geschichte zu deiner legendären Nummer 5?
Ich hatte die 5 schon bei den Junioren und Zinedine Zidane hat da sicher eine Rolle gespielt. Mit Chris Tanner habe ich einen super Nachfolger für meine Nummer gefunden.

Zu guter letzt, beschreibe uns dein letztes Spiel und vorallem den Abend danach aus deiner Sicht.
Es war sehr emotional und schön. Mir war wichtig, den Fokus auf das Spiel zu legen und dieses zu gewinnen, was uns auch gelungen ist. Nach dem Spiel konnten wir uns dann auf das Feiern konzentrieren. Es wurden ja auch noch andere Spieler verabschiedet, und die Geschenke, welche wir bekommen haben, waren super schön. Das Fest am Abend war grandios und sehr emotional. Ich möchte allen nochmals herzlich „Danke“ sagen. Schöner hätte ich mir meinen Abschied nicht vorstellen können.

Gibt es noch etwas, dass du dem FC Sargans, seinen Spielern und Unterstützern mit auf den weiteren Weg geben willst?
Ich möchte allen nochmal Danke sagen, die mich in den letzten 16 Jahren begleitet haben. Trainer, Mitspieler, Fans, Vereinsmitglieder und alle anderen. Danke an alle, die meinen Abschied so unvergesslich gemacht haben und danke an alle, die für diesen coolen Verein etwas leisten. Denn ohne euch würde es nicht so gut laufen! Man sieht sich sicher bald wieder auf dem Fussballplatz.

 

 - mit Raphael Kalberer sprach die FC Zytig-Redaktion

raphi_portrait

Raphi Kalberer

Raphael Kalberer spielte für 15 Jahren bei der 1. Mannschaft des FC Sargans, viele davon als Captain. Ende der Saison 2020/21 hat er sich dazu entschieden, die Fussballschuhe zumindest vorübergehend an den Nagel zu hängen. Für die FC Zytig Grund genug für ein absolut verdientes Abschlussinterview mit allen Fragen, die uns schon immer interessierten.